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NAS oder Cloud: Welche Speicherlösung passt zu dir?

NAS oder Cloud: Welche Speicherlösung passt zu dir?

05/02/2025

Ein NAS passt zu dir, wenn du große Datenmengen überwiegend zu Hause oder im Büro nutzt, schnelle lokale Übertragungen brauchst und deinen Speicher selbst kontrollieren möchtest. Öffentlicher Cloud-Speicher ist praktischer für standortübergreifende Zusammenarbeit ohne eigene Hardware. Eine Hybridlösung kombiniert beides: Arbeitsdaten auf dem NAS, ausgewählte Ordner oder Backups zusätzlich in der Cloud.

NAS und Cloud-Speicher im direkten Vergleich

Ein NAS (Network Attached Storage) speichert Daten an deinem Standort und stellt sie über dein lokales Netzwerk bereit. Bei einem öffentlichen Cloud-Dienst liegen die Daten in der Infrastruktur des Anbieters.

Kriterium NAS Öffentliche Cloud
Lokale Geschwindigkeit 125 bis 1.250 MB/s je nach Netzwerkport Durch Internetanschluss und Anbieter begrenzt
Zugriff unterwegs Über UGREENlink oder andere eingerichtete Dienste Direkt über App oder Browser
Fernzugriff Der Upload am NAS-Standort begrenzt die Übertragung Der Zugriff hängt von der Internetverbindung des Nutzers, dem Tarif und der Infrastruktur des Anbieters ab
Zusammenarbeit Gemeinsame Ordner und Benutzerrechte Besonders stark bei gleichzeitiger Dokumentbearbeitung
Kosten Hardware, Laufwerke und Strom Laufendes Abo, teilweise pro Nutzer
Kapazität Durch Laufwerke und freie Schächte begrenzt Tarifwechsel ohne eigene Hardware möglich
Kontrolle Hardware und Datenverwaltung liegen bei dir Infrastruktur und Teile der Verarbeitung liegen beim Anbieter
Wartung Du verwaltest Laufwerke, Updates und Backups Der Anbieter wartet die Infrastruktur
Internetabhängigkeit Lokaler Zugriff funktioniert auch ohne Internet Ohne Internet kein Zugriff auf reine Cloud-Dateien

Für große Dateien entscheidet jedoch zuerst eine praktische Frage: Wie schnell müssen deine Daten am Arbeitsort verfügbar sein?

Geschwindigkeit: Lokal entscheidet das Netzwerk

Bei großen Fotos, Videos und Projektdateien ist ein NAS im lokalen Netzwerk meist schneller als ein Upload in die Cloud.

Verbindung Theoretisches Maximum 50-GB-Datei theoretisch
1-GbE, etwa beim DH2300 125 MB/s rund 6 Minuten 40 Sekunden
2,5-GbE, etwa beim DXP2800 312,5 MB/s rund 2 Minuten 40 Sekunden
10-GbE, etwa beim DXP4800 Plus 1.250 MB/s rund 40 Sekunden
Internet-Upload mit 100 Mbit/s 12,5 MB/s rund 1 Stunde 7 Minuten
Internet-Upload mit 20 Mbit/s 2,5 MB/s rund 5 Stunden 33 Minuten

Laufwerke, RAID, Switch, Kabel und Client können bremsen; ein 10-GbE-Port liefert nicht 1.250 MB/s, wenn eine einzelne HDD oder ein 1-GbE-Client der Engpass ist. Geschwindigkeit allein entscheidet die Wahl aber nicht. Wenn lokale Übertragungen ausreichen, wird die langfristige Kostenstruktur zum nächsten Auswahlkriterium.

UGREEN DXP2800  NAS 2.5GbE: 1GB Dateiübertragung in 3.2 Sekunden (312.5 MB/s) - 2.5x schneller als 1GbE

Kostenvergleich: NAS vs. Cloud-Speicher

Ein NAS wird nicht nach einer festen Zahl von Jahren automatisch günstiger. Entscheidend sind nutzbare Kapazität, Cloud-Tarif, Laufwerkspreise, Stromkosten und die Frage, ob du Kollaborationsfunktionen mitbezahlst.

2 TB 10 TB
Cloud: Google One
Monatlich 9,99 € 99,99 €
Fünf Jahre 599,40 € 5.999,40 €
NAS: DH2300, RAID 1
Gerät 199,99 € 199,99 €
2 × Seagate IronWolf 2 TB (ST2000VN003) 347,12 € 10 TB (ST10000VN000) 865,80 €
Strom, fünf Jahre 100,00 € 100,00 €
Fünf Jahre 647,11 € 1.165,79 €

Die Stromkosten gehen von acht Stunden aktiven und 16 Stunden ruhenden Laufwerken pro Tag aus. Das ergibt rund 59 kWh im Jahr, bei 0,33 € pro kWh knapp 20 €.

Bei 2 TB gewinnt die Cloud. Sie ist über fünf Jahre 47,71 € günstiger und liefert Office-Anwendungen sowie gemeinsame Dokumentbearbeitung mit, die im NAS-Preis nicht enthalten sind. Für diese Datenmenge lohnt sich ein NAS nur, wenn du die lokale Geschwindigkeit, die eigene Kontrolle oder Funktionen wie Medienserver und Docker tatsächlich nutzt.

Bei 10 TB kostet die NAS-Konfiguration über fünf Jahre rund 19,4 % der Cloud-Variante – oder rund 80,6 % weniger. Der Vergleich gilt für die angegebenen Preise und Kapazitäten; Cloud-Tarife und Festplattenpreise ändern sich. Eine allgemeingültige Kapazitätsgrenze gibt es deshalb nicht. Wer heute bereits mehrere Terabyte Fotos oder Videos speichert und weiteres Wachstum erwartet, sollte den eigenen Bedarf mit aktuellen Preisen in gleicher Kapazität vergleichen.

Preis und Kapazität geben eine Richtung vor, ersetzen aber nicht den Blick auf deinen Arbeitsalltag. Entscheidend ist, ob Zusammenarbeit, lokale Leistung oder beides im Vordergrund stehen.

Welche Lösung passt zu deinem Arbeitsalltag?

Wähle Cloud-Speicher für Zusammenarbeit ohne eigene Infrastruktur

Cloud-Speicher passt besonders gut, wenn mehrere Personen gleichzeitig Dokumente bearbeiten, dein Team verteilt arbeitet, der Speicherbedarf stark schwankt oder du keine Laufwerke, Netzwerkhardware und Updates verwalten möchtest. Cloud-Dienste lösen dann nicht nur ein Speicherproblem, sondern stellen auch gemeinsame Bearbeitung, Kommentare, Freigaben und Versionsverläufe bereit.

Wähle ein NAS für lokale Daten, Backups und eigene Dienste

Ein NAS spielt seine Stärken aus, wenn große Dateien vor allem an einem Standort bearbeitet werden, Computer und Smartphones automatisch gesichert werden sollen, mehrere Terabyte planbar wachsen oder lokale Dienste wie Medienserver, Docker und virtuelle Maschinen vorgesehen sind. Der lokale Zugriff funktioniert auch bei einer Internetstörung. Für persönliche Daten zu Hause bietet ein NAS eine eigene Private Cloud, ohne dass alle Dateien dauerhaft bei einem öffentlichen Speicherdienst liegen müssen.

Für den Zugriff von unterwegs stellt UGOS Pro UGREENlink bereit. Wenn du noch nicht entschieden hast, welche Fernzugriffsmethode zu deinem Netzwerk passt, erklärt die Anleitung zum NAS-Fernzugriff mit UGOS Pro die wichtigsten Optionen und Sicherheitsaspekte.

Das UGREEN NAS unterstützt den Fernzugriff über UGREENlink

Nutze eine Hybridlösung, wenn beide Anforderungen zutreffen

Trifft auf dich beides zu – lokale große Dateien und externe Zusammenarbeit –, musst du nicht zwischen NAS und Cloud wählen. Dann teilst du die Daten nach ihrer Aufgabe auf.

Hybridlösung mit UGOS Pro einrichten

  • Aktive Daten: große, häufig bearbeitete Dateien auf dem NAS
  • Geteilte Daten: ausgewählte Ordner für externe Zusammenarbeit in der Cloud
  • Lokales Backup: das NAS sichert wichtige Ordner nach Zeitplan auf eine angeschlossene USB-HDD
  • Ausgelagerte Kopie oder Archiv: eine weitere Kopie liegt getrennt vom NAS auf einer USB-HDD an einem anderen Ort oder in einem Objekt-Speicher wie Backblaze B2

UGOS Pro kann OneDrive, Google Drive, Dropbox, Amazon S3 und Backblaze B2 einbinden. Das Cloud-Drive-Tool unterstützt Uploads, Downloads sowie ein- und bidirektionale Aufgaben.

Für eine praktische Einrichtung gehst du so vor:

  1. Verbinde den benötigten Cloud-Dienst mit UGOS Pro und lege für geteilte Daten einen klar abgegrenzten Ordner fest.
  2. Erstelle für die ausgelagerte Kopie eine einseitige Aufgabe vom NAS in die Cloud; verwende dafür keinen Arbeitsordner mit bidirektionaler Synchronisierung.
  3. Richte in Sync & Backup einen Zeitplan vom NAS auf eine angeschlossene USB-HDD ein.
  4. Lege für Cloud-Aufgaben Konflikt- und Löschregeln fest und prüfe, ob der Dienst Versionen aufbewahrt.
  5. Teste eine Wiederherstellung sowohl von der USB-HDD als auch aus der ausgelagerten Kopie.

Wenn feststeht, dass ein NAS zu deinem Arbeitsalltag passt, bestimmen Kapazitätsbedarf und Arbeitslast das passende Modell.

Welches UGREEN NAS passt zu deinem Einsatz?

Modell Passender Einsatz Entscheidende Merkmale
DH2300 Persönliche Cloud, Fotos und automatische Backups 2 SATA-Schächte, 1-GbE, kein Docker
DXP2800 Medienserver und anspruchsvollere Heimanwendungen Intel N100, 2 SATA + 2 M.2, 2,5-GbE, Docker und virtuelle Maschinen
DH4300 Plus Wachsende Datenbestände und vier Laufwerke zum günstigen Einstieg 4 SATA, 2,5-GbE, RAID 0/1/5/6/10; Docker mit kompatiblen ARM-Images, keine VMs und kein Intel Quick Sync
DXP4800 Plus Kreativarbeit, Medienserver und kleine Teams Intel Pentium Gold 8505, 4 SATA + 2 M.2, 10-GbE + 2,5-GbE

Alle aktuellen Modelle findest du in unserer UGREEN NAS-Speicher.

Häufig gestellte Fragen

Funktioniert ein NAS ohne Internet?

Im lokalen Netzwerk bleiben Dateien und lokale UGOS-Pro-Dienste erreichbar. UGREENlink, Cloud-Synchronisierung und Zugriffe von außerhalb benötigen eine funktionierende Internetverbindung.

Kann ein NAS Google Drive oder OneDrive ersetzen?

Ein NAS kann Dateien zentral speichern, zwischen Geräten bereitstellen und über UGREENlink erreichbar machen. Die gleichzeitige Bearbeitung von Office-Dokumenten und eng integrierte Kollaborationsfunktionen eines Cloud-Dienstes ersetzt es jedoch nicht vollständig.

Kann ich NAS und Cloud automatisch synchronisieren?

Ja. UGOS Pro unterstützt Synchronisierungsaufgaben mit OneDrive, Google Drive, Dropbox, Amazon S3 und Backblaze B2. Prüfe die gewählte Richtung und Löschregeln, damit eine Synchronisierung nicht versehentlich als unabhängiges Backup behandelt wird.

Fazit

Wähle ein NAS für schnelle lokale Arbeit, planbar wachsende Datenbestände und eigene Kontrolle über Hardware und Speicher. Nutze öffentliche Cloud-Dienste, wenn standortübergreifende Zusammenarbeit und geringer Verwaltungsaufwand wichtiger sind. Für viele Haushalte und kleine Teams ist eine Hybridlösung am belastbarsten: Arbeitsdaten auf dem NAS, Freigaben in der Cloud und mindestens ein getrenntes Backup auf einem USB-Laufwerk oder einem versionierten Cloud-Ziel.

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