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Jellyfin auf UGREEN NAS einrichten: App Center oder Docker

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Jellyfin auf UGREEN NAS einrichten: App Center oder Docker

30/07/2025

Jellyfin ist ein kostenloser, quelloffener Medienserver ohne Abo-Zwang und ohne Cloud-Abhängigkeit. Du installierst ihn direkt auf deinem UGREEN NAS, behältst die volle Kontrolle über deine Daten und streamst Filme, Serien und Musik auf alle Geräte in deinem Netzwerk. 

Falls du noch zwischen Plex und Jellyfin abwägst, hilft dir unser Vergleich der beiden Medienserver bei der Entscheidung.

plex vs Jellyfin

TL;DR

  • App Center ist der einfachste Weg.
  • Docker ist besser, wenn Nutzer Ports, Volumes und Updates selbst kontrollieren möchten.
  • Nach der Installation wird Jellyfin im Browser eingerichtet.
  • Für 4K oder inkompatible Clients sollte Hardware-Transcoding geprüft werden.

Voraussetzungen für Jellyfin auf UGREEN NAS

Bevor du loslegst, stelle sicher, dass du Folgendes vorbereitet hast:

  • Ein UGREEN NAS, das eingeschaltet und mit deinem Netzwerk verbunden ist.
  • Deine Mediendateien (Filme, Serien, Musik), ordentlich in Ordnern auf deinem NAS organisiert.
  • Zugriff auf die Weboberfläche deines UGREEN NAS über deinen Computer.

Für die Installation hast du zwei Möglichkeiten: die einfache App-Installation direkt über das UGOS Pro App Center oder die flexiblere Einrichtung über Docker. Beide Wege führen zum selben Ergebnis. Die App-Installation ist schneller, Docker bietet mehr Kontrolle über Pfade, Ports und Updates.

Methode 1: Jellyfin über das UGOS Pro App Center installieren

  1. Öffnen Sie das [App Center], suchen Sie die Jellyfin-Anwendung und klicken Sie auf„App installieren“.
  2. Wählen Sie den Speicherplatz aus und klicken Sie auf„Weiter“, um fortzufahren.
  3. Legen Sie die Ressourcen-Zugriffspfade fest. Die Anwendung liest die Filme aus diesen Pfaden und gleicht Metadaten wie Poster ab.
  4. Legen Sie den Erweiterungspfad fest. Die Anwendung liest die Plugin-Informationen aus diesem Pfad und klicken Sie dann auf„App installieren“, um fortzufahren.

UGREEN NAS Jellyfin Pfadkonfiguration

UGREEN NAS Ratgeber: Nach der Installation der Anwendung können Sie die entsprechenden Pfade im Abschnitt „Konfiguration“ der Anwendungsdetailseite anzeigen.

  • Der erste standardmäßig gemountete Ressourcen-Zugriffspfad entspricht dem Datenpfad innerhalb der Anwendung.
  • Für den zweiten bis fünften gemounteten Pfad ist der Name des Containerpfads identisch mit dem Namen des gemounteten Verzeichnisses.

Methode 2: Jellyfin über Docker auf UGREEN NAS installieren

Die Docker-Variante gibt dir mehr Kontrolle über Ports, Speicherpfade und Updates. Wenn du Docker auf deinem UGREEN NAS noch nicht genutzt hast, öffne zuerst die Docker-Anwendung in UGOS Pro.

Offizielles jellyfin/jellyfin-Image herunterladen

  1. Melde dich auf deinem UGREEN NAS an und öffne die Docker-Anwendung.
  2. Gehe zum Reiter Image.
  3. Gib in die Suchleiste jellyfin/jellyfin ein und klicke auf Suchen.
  4. Wähle das offizielle jellyfin/jellyfin-Image aus den Ergebnissen aus und klicke auf Herunterladen. Wähle bei der Nachfrage das neueste Tag aus.

Jellyfin-Container mit Ports und Volumes erstellen

  1. Gehe zum Reiter Container und klicke auf Erstellen.
  2. Es öffnet sich ein Einrichtungsfenster mit mehreren Reitern.
  3. Allgemeine Einstellungen:
    • Name: Gib deinem Container einen einfachen Namen, z. B. jellyfin.
    • Image: Wähle das gerade heruntergeladene Image jellyfin/jellyfin:latest aus.
    • Neustart-Richtlinie: Wähle Immer. So startet Jellyfin automatisch, wenn dein NAS neu gestartet wird.
  4. Port-Einstellungen:
    • Klicke auf Hinzufügen. Gib bei Host-Port den Wert 9096 ein und bei Container-Port 8096. Dadurch wird die Anwendung mit deinem Netzwerk verbunden.
  5. Volume-Einstellungen: Dies ist der wichtigste Schritt, da hier deine Medienordner eingebunden werden. Klicke dreimal auf Hinzufügen, um drei Ordnerverknüpfungen anzulegen.
    • Erste Verknüpfung (Config): Wähle als Host-Pfad einen Ordner auf deinem NAS, z. B. /volume1/docker/jellyfin/config. Gib bei Container-Pfad /config ein.
    • Zweite Verknüpfung (Cache): Wähle als Host-Pfad einen weiteren Ordner, z. B. /volume1/docker/jellyfin/cache. Gib bei Container-Pfad /cache ein.
    • Dritte Verknüpfung (Media): Wähle den Ordner, in dem deine Filme oder Serien gespeichert sind, z. B. /volume1/Movies. Gib bei Container-Pfad /video ein.
  6. Wenn du alles eingerichtet hast, klicke auf Bereitstellen, um den Jellyfin-Container zu erstellen und zu starten.

Jellyfin-Ersteinrichtung im Browser abschließen

Die Ersteinrichtung im Browser ist bei beiden Installationswegen identisch. Öffne einen Browser und rufe die Jellyfin-Oberfläche auf:

  • App-Installation: Öffne Jellyfin direkt über das UGOS Pro App Center.
  • Docker-Installation: Gehe zu http://[DEINE-NAS-IP]:9096 (ersetze [DEINE-NAS-IP] durch die IP-Adresse deines NAS).

Der Einrichtungsassistent führt dich durch die folgenden Schritte:

  1. Anzeigesprache festlegen: Wähle deine bevorzugte Sprache (z. B. Deutsch) und tippe auf Weiter.
  2. Administratorkonto erstellen: Lege einen Benutzernamen und ein sicheres Passwort für das Admin-Konto fest. Tippe auf Weiter.
  3. Medienbibliothek überspringen: Du kannst die Bibliothek während der Ersteinrichtung überspringen und sie danach einrichten. Tippe auf Weiter.
  4. Metadaten-Sprache festlegen: Wähle die Sprache und das Land für Metadaten (Filmtitel, Beschreibungen, Poster). Tippe auf Weiter.
  5. Fernzugriff konfigurieren: Aktiviere die Option Fernverbindungen zu diesem Server erlauben, falls du Jellyfin auch außerhalb deines Heimnetzwerks nutzen möchtest. Tippe auf Weiter.
  6. Einrichtung abschließen: Tippe auf Fertigstellen und melde dich mit dem soeben erstellten Administratorkonto an.

Hinweis zum Fernzugriff: Die Option im Einrichtungsassistenten erlaubt Verbindungen von außen, setzt aber eine funktionierende Netzwerkkonfiguration voraus. Für sicheren Fernzugriff auf dein UGREEN NAS empfehlen wir UGREENlink, VPN oder Tailscale. Details dazu findest du in unserem Leitfaden zum NAS-Fernzugriff.

Jellyfin-Medienbibliothek für Filme und Serien einrichten

Damit Jellyfin deine Filme und Serien korrekt erkennt, Poster lädt und Metadaten zuordnet, muss die Ordnerstruktur auf dem NAS einem bestimmten Schema folgen. Jellyfin orientiert sich an den Ordner- und Dateinamen, um Inhalte in der richtigen Mediendatenbank nachzuschlagen.

Empfohlene Ordnerstruktur für Filme

Jeder Film gehört in einen eigenen Unterordner mit dem Filmtitel und dem Erscheinungsjahr in Klammern:

/movies/
  Inception (2010)/
    Inception (2010).mkv
  The Dark Knight (2008)/
    The Dark Knight (2008).mkv
  Parasite (2019)/
    Parasite (2019).mkv

Vermeide verschachtelte Strukturen wie zusätzliche Genre-Ordner innerhalb von /movies/. Jellyfin erkennt Genres automatisch über die Metadaten.

Empfohlene Ordnerstruktur für Serien

Serien haben eine zusätzliche Ebene: Jede Staffel bekommt einen eigenen Unterordner, und die Episoden folgen dem Schema S01E01:

/series/
  Breaking Bad (2008)/
    Season 01/
      Breaking Bad S01E01 - Pilot.mkv
      Breaking Bad S01E02 - Cat's in the Bag.mkv
    Season 02/
      Breaking Bad S02E01 - Seven Thirty-Seven.mkv
  Dark (2017)/
    Season 01/
      Dark S01E01 - Geheimnisse.mkv

Das S01E01-Format ist entscheidend. Ohne diese Kennzeichnung kann Jellyfin die Episoden nicht der richtigen Staffel zuordnen.

Filme und Serien als Bibliothek in Jellyfin hinzufügen

Nachdem die Ordnerstruktur steht, fügst du die Bibliothek in Jellyfin hinzu:

  1. Öffne das Jellyfin-Dashboard über das Verwaltungsmenü (oben links) und tippe auf Dashboard.
  2. Gehe zu Bibliotheken und tippe auf Medienbibliothek hinzufügen.
  3. Wähle den Inhaltstyp (z. B. „Filme" oder „Serien").
  4. Vergib einen Anzeigenamen (z. B. „Filmsammlung" oder „Serien").
  5. Setze den Ordnerpfad auf das Verzeichnis, in dem deine Medien liegen:
    • App-Installation: Der Pfad entspricht dem während der Installation festgelegten Ressourcen-Zugriffspfad (z. B. /volume3/media/movies).
    • Docker-Installation: Verwende den Container-Pfad, den du in den Volume-Einstellungen angegeben hast (z. B. /video).
  6. Bestätige mit OK. Jellyfin beginnt automatisch mit der Indexierung und lädt Metadaten, Poster und Beschreibungen.

UGREEN-Tipp: Falls Jellyfin einzelne Filme oder Episoden nicht erkennt, prüfe zuerst die Dateinamen. Fehlende Jahreszahlen bei Filmen oder fehlendes S01E01-Format bei Serien sind die häufigste Ursache.

Jellyfin Hardware-Transcoding auf UGREEN NAS aktivieren

Hardware-Transcoding nutzt die integrierte GPU deines NAS, um Videodateien effizient in ein Format umzuwandeln, das dein Wiedergabegerät unterstützt. Ohne Hardware-Transcoding übernimmt die CPU diese Aufgabe, was bei 4K-Inhalten zu Ruckeln oder hoher Systemlast führen kann.

Die Konfiguration erfolgt in der Jellyfin-Weboberfläche und gilt unabhängig davon, ob du Jellyfin über das App Center oder Docker installiert hast. Melde dich als Administrator an und öffne die Transcoding-Einstellungen über Dashboard → Wiedergabe → Transcodierung.

DXP-Serie: Intel QuickSync (QSV) verwenden

Geräte der DXP-Serie verwenden Intel-Prozessoren mit integrierter GPU. Die Hardwarebeschleunigung läuft über Intel QuickSync (QSV):

  1. Setze Hardwarebeschleunigung auf Intel QuickSync (QSV).
  2. Trage bei QSV-Gerät den Pfad /dev/dri/renderD128 ein.
  3. Aktiviere alle unterstützten Codec-Formate unter Hardware-Decodierung.
  4. Scrolle nach unten und tippe auf Speichern.

Wenn du ein kompaktes Modell für Jellyfin-Streaming suchst, ist ein UGREEN NASync DXP2800 mit Intel-Prozessor ein passender Einstieg, weil QSV-Transcoding besonders bei inkompatiblen Videoformaten oder mehreren Wiedergabegeräten helfen kann.

{{UGPRODUCT}}

DH-Serie: Rockchip RKMPP verwenden

Geräte der DH-Serie basieren auf der ARM-Architektur und nutzen eine integrierte VPU (Video Processing Unit) für die Videobeschleunigung:

  1. Setze Hardwarebeschleunigung auf Rockchip MPP (RKMPP).
  2. Aktiviere alle unterstützten Codierungsformate.
  3. Tippe auf Speichern.

Hinweis zur Docker-Installation: Nicht jedes DH-Modell unterstützt Docker. Beim DH2300 installierst du Jellyfin am besten über das UGOS Pro App Center, da Docker auf diesem Modell nicht verfügbar ist. Beim DH4300 Plus kannst du Jellyfin dagegen auch per Docker betreiben. Für Hardwarebeschleunigung im Docker-Container muss das Gerät /dev/dri an den Container durchgereicht werden. Wurde diese Einstellung bei der Container-Erstellung nicht gesetzt, musst du den Container neu erstellen und /dev/dri in den erweiterten Einstellungen hinzufügen.

Jellyfin-Probleme auf UGREEN NAS beheben

Jellyfin zeigt Medien nicht an

Das liegt meist an einer fehlerhaften Ordnerzuweisung oder falschen Dateinamen. Prüfe zuerst, ob die Ordnerstruktur dem empfohlenen Schema entspricht (Filmtitel mit Jahreszahl, Serien im S01E01-Format). Bei Docker-Installationen kontrolliere zusätzlich die Volume-Einstellungen: Der Host-Pfad für deine Medien muss exakt dem Speicherort auf dem NAS entsprechen.

Jellyfin-Anmeldung funktioniert nicht

Überprüfe deinen Benutzernamen und dein Passwort. Wenn du die Zugangsdaten vergessen hast, musst du bei einer Docker-Installation den Container und den Konfigurationsordner löschen und Jellyfin neu einrichten. Bei einer App-Installation deinstalliere die App und installiere sie erneut.

Jellyfin-Transcoding funktioniert nicht

Stelle sicher, dass dein UGREEN NAS-Modell Hardwarebeschleunigung unterstützt: DXP-Modelle nutzen Intel QuickSync, DH-Modelle nutzen Rockchip RKMPP. Überprüfe im Jellyfin-Dashboard unter Wiedergabe → Transcodierung, ob die richtige Methode ausgewählt ist. Bei Docker-Installationen prüfe zusätzlich, ob das Gerät /dev/dri an den Container durchgereicht wurde.

Jellyfin-Weboberfläche ist nicht erreichbar

Wahrscheinlich handelt es sich um einen Portkonflikt. Prüfe, ob ein anderer Dienst auf deinem NAS bereits Port 9096 verwendet. Du kannst diesen Port in den Port-Einstellungen deines Docker-Containers ändern, etwa auf 8097. Bei der App-Installation prüfe unter App Center → Jellyfin → Details, ob die Anwendung läuft.

Fazit

Für Nutzer von UGREEN NAS ist die Installation der App der einfachste Einstieg. Docker lohnt sich, wenn du bereits mit Containern arbeitest oder Jellyfin später flexibler anpassen willst.

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