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Uptime Kuma auf UGREEN NAS einrichten: Docker-Anleitung

Uptime Kuma auf UGREEN NAS einrichten: Docker-Anleitung

12/08/2026

Uptime Kuma ist ein selbst gehostetes Monitoring-Tool, das Dienste, Websites, Ports und Netzwerkgeräte auf Erreichbarkeit überwacht und bei Ausfällen benachrichtigt. Der Task Manager in UGOS Pro zeigt den Zustand des NAS selbst (CPU, RAM, Festplatten). Uptime Kuma ergänzt diese Funktion, indem es prüft, ob deine Docker-Dienste, dein Router oder externe Webseiten erreichbar sind.

Das Logo von Uptime Kuma

Kurzantwort: Uptime Kuma auf dem UGREEN NAS einrichten

Uptime Kuma lässt sich auf einem Docker-fähigen UGREEN NAS als einzelner Container installieren. Danach erreichst du die Weboberfläche über http://NAS-IP:3001 und kannst Websites, Weboberflächen, Ports oder Geräte im Netzwerk überwachen.

  1. Docker-Unterstützung prüfen. DXP-Serie und DH4300 Plus unterstützen Docker. Das DH2300 unterstützt Docker nicht.
  2. Projektordner vorbereiten. Ordner /volume1/docker/uptime-kuma/ mit Unterordner data anlegen.
  3. Compose-Datei erstellen. Image louislam/uptime-kuma:2, Port 3001:3001, Volume /app/data und Zeitzone TZ=Europe/Berlin.
  4. Projekt in UGOS Pro bereitstellen. Compose-Datei hochladen, über Docker → Projekt → Erstellen importieren und starten.
  5. Weboberfläche öffnen und Admin-Konto erstellen. http://NAS-IP:3001 aufrufen, Benutzername und starkes Passwort vergeben.
  6. Ersten Monitor anlegen. Zum Beispiel HTTP-Monitor für die NAS-Weboberfläche, Ping-Monitor für den Router oder TCP-Monitor für einen Docker-Dienst wie Vaultwarden oder Nextcloud.
  7. Benachrichtigung einrichten und testen. Einen Kanal konfigurieren (E-Mail, Telegram, Discord) und einen Testausfall auslösen, um die Benachrichtigung zu prüfen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Uptime Kuma überwacht die Erreichbarkeit von Diensten, Websites und Netzwerkgeräten. Es überwacht nicht den NAS-Hardwarezustand (CPU, RAM, Festplatten). Dafür bleibt der Task Manager in UGOS Pro zuständig.
    NAS-Hardwarestatus auf UGOS Pro überwachen
  • Der /app/data-Ordner muss auf einem lokalen NAS-Verzeichnis oder Docker-Volume liegen. NFS-Freigaben werden offiziell nicht unterstützt, weil Uptime Kuma für SQLite Dateisystem-Unterstützung für POSIX-File-Locks benötigt; bei NFS können Locking-Probleme auftreten und die SQLite-Datenbank beschädigen.
  • Monitoring ohne konfigurierte Benachrichtigung ist nur ein Dashboard, das niemand regelmäßig öffnet. Richte mindestens einen Benachrichtigungskanal ein, damit Uptime Kuma bei Ausfällen aktiv meldet.
  • Docker-Dienste auf dem NAS (Nextcloud, Vaultwarden, Paperless-ngx, Pi-hole, AdGuard Home) lassen sich über HTTP- oder TCP-Monitore überwachen.
  • data-Ordner und Compose-Datei regelmäßig sichern. Ohne Backup gehen Monitore, Benachrichtigungen und Einstellungen bei einem Container-Neustart verloren.
Was Uptime Kuma vom UGREEN-Task Manager unterscheidet

Was Uptime Kuma vom UGREEN-Task Manager unterscheidet

UGOS Pro bringt einen eigenen Task Manager mit, der den Zustand des NAS selbst anzeigt. Uptime Kuma hat einen anderen Fokus: Es prüft nicht, ob das NAS gesund ist, sondern ob Dienste und Endpunkte erreichbar sind.

Kriterium UGREEN-Task Manager Uptime Kuma
Prüft NAS-internen Zustand: CPU, RAM, Speicherauslastung, Festplatten Erreichbarkeit von Diensten, Websites, Ports und Netzwerkgeräten
Typische Frage Ist mein NAS gesund? Ist mein Dienst erreichbar?
Beispiel Festplatte meldet eine S.M.A.R.T.-Warnung Nextcloud-Weboberfläche antwortet nicht mehr
Benachrichtigt bei NAS-internen Problemen (je nach UGOS-Pro-Konfiguration) Ausfall eines überwachten Endpunkts
Monitoring-Ziel Das NAS selbst Alles, was über HTTP, TCP, Ping oder DNS erreichbar ist

Beide Tools ergänzen sich. Der Task Manager meldet, wenn eine Festplatte ausfällt. Uptime Kuma meldet, wenn dein Vaultwarden-Container nicht mehr antwortet, der Router nicht erreichbar ist oder eine externe Website offline geht.

Voraussetzungen für Uptime Kuma auf dem UGREEN NAS

Docker-Unterstützung prüfen

Uptime Kuma läuft als einzelner Docker-Container. Voraussetzung ist ein UGREEN-Modell mit offizieller Docker-Unterstützung. Die DXP-Serie und das DH4300 Plus sind geeignet. Das DH2300 unterstützt Docker nicht und kommt für diese Installation nicht in Frage.

Uptime Kuma braucht keine separate Datenbank, kein Redis und keine zusätzlichen Dienste. Die integrierte SQLite-Datenbank speichert Monitore, Benachrichtigungen und Statistiken. Der Ressourcenbedarf ist vergleichbar mit Portainer oder Vaultwarden.

Speicherort und Port festlegen

  • Projektpfad: /volume1/docker/uptime-kuma/.
  • Datenordner: /volume1/docker/uptime-kuma/data.
  • Port: Uptime Kuma nutzt im Container Port 3001.

Falls Port 3001 auf deinem NAS bereits belegt ist, ändere den Host-Port (z. B. 3011:3001). Der Zugriff erfolgt dann über http://NAS-IP:3011. Der Container-Port 3001 bleibt unverändert.

Uptime Kuma mit Docker Compose installieren

Uptime Kuma mit Docker Compose installieren

Erstelle auf deinem lokalen Computer eine Datei docker-compose.yml mit folgendem Inhalt:

services:
  uptime-kuma:
    image: louislam/uptime-kuma:2
    container_name: uptime-kuma
    restart: unless-stopped
    ports:
      - "3001:3001"
    volumes:
      - /volume1/docker/uptime-kuma/data:/app/data
    environment:
      - TZ=Europe/Berlin

2 ist das empfohlene Tag für die aktuelle Hauptversion. Es erhält Sicherheits- und Stabilitäts-Updates innerhalb der v2-Reihe.

Projekt in UGOS Pro bereitstellen

  1. Öffne die App Dateien in UGOS Pro und lade die docker-compose.yml in den Ordner /volume1/docker/uptime-kuma/ hoch.
  2. Öffne die Docker-App und gehe zu Projekt → Erstellen.
  3. Wähle Vom lokalen Computer importieren und lade die Compose-Datei hoch.
  4. Tippe auf Bereitstellen.

Der Container startet in wenigen Sekunden. Uptime Kuma braucht keine Datenbank-Initialisierung und keine zusätzlichen Image-Downloads.

Containerstatus prüfen

Gehe in der Docker-App zum Reiter Container und prüfe den Status:

Container Erwarteter Status Häufige Fehlerursache
uptime-kuma In Betrieb Port 3001 belegt, Datenordner existiert nicht, Volume auf NFS statt lokalem Speicher

Falls der Container den Status „Wird neu gestartet“ zeigt, öffne die Protokolle. Die häufigsten Ursachen: Port 3001 ist durch einen anderen Dienst vergeben, der Pfad /volume1/docker/uptime-kuma/data existiert nicht, oder das Volume liegt auf einer NFS-Freigabe statt auf einem lokalen NAS-Verzeichnis.

Uptime Kuma im Browser einrichten

Wenn der Container uptime-kuma in der Docker-App als „In Betrieb“ angezeigt wird, öffnest du die Weboberfläche im Browser.

Öffne im Browser:

http://NAS-IP:3001

Ersetze NAS-IP durch die lokale IP-Adresse deines UGREEN NAS. Wenn du in der Compose-Datei einen anderen Host-Port verwendet hast, zum Beispiel 3011:3001, öffne stattdessen:

http://NAS-IP:3011

Beim ersten Start fordert Uptime Kuma dich auf, ein Admin-Konto anzulegen. Verwende ein starkes Passwort und speichere die Zugangsdaten sicher.

Ersten Monitor anlegen

Klicke auf Neuen Monitor hinzufügen und konfiguriere einen ersten Test, um zu prüfen, ob Uptime Kuma korrekt arbeitet.

HTTP-Monitor für die NAS-Weboberfläche:

Einstellung Wert
Monitor-Typ HTTP(s)
Anzeigename UGREEN NAS Weboberfläche
URL http://NAS-IP oder https://NAS-IP:9443 (je nach UGOS-Pro-Konfiguration)
Prüfintervall 60 Sekunden

Klicke auf Speichern. Uptime Kuma führt sofort die erste Prüfung durch. Wenn der Status auf „Up“ wechselt, funktioniert der Monitor.

Ping-Monitor für den Router:

Einstellung Wert
Monitor-Typ Ping
Anzeigename Router
Hostname Router-IP (z. B. 192.168.1.1)
Prüfintervall 60 Sekunden

Dieser Monitor prüft, ob der Router im Netzwerk erreichbar ist. Das ist kein vollständiger Gesundheitscheck des Routers, sondern eine reine Erreichbarkeitsprüfung.

Docker-Dienste über TCP oder HTTP überwachen

Für Docker-Dienste auf dem UGREEN NAS reicht in vielen Fällen ein HTTP- oder TCP-Monitor. Damit prüfst du, ob die Weboberfläche eines Dienstes erreichbar ist oder ob ein bestimmter Port antwortet.

Dienst Geeigneter Monitor Beispielziel
Portainer HTTP(s) oder TCP Port Portainer-Weboberfläche oder Port 9443
Vaultwarden HTTP(s) oder TCP Port Weboberfläche oder Web-Port
Nextcloud HTTP(s) Nextcloud-URL
Paperless-ngx HTTP(s) Paperless-Weboberfläche
AdGuard Home HTTP(s) oder TCP Port Weboberfläche oder DNS-Port
Pi-hole HTTP(s) oder TCP Port Weboberfläche oder DNS-Port

Benachrichtigung einrichten und testen

Ein Monitor ohne Benachrichtigung erkennt Ausfälle, meldet sie aber nicht aktiv. Richte mindestens einen Benachrichtigungskanal ein, damit Uptime Kuma dich bei Problemen erreicht.

Gehe zu Einstellungen → Benachrichtigungen → Benachrichtigung einrichten. Uptime Kuma unterstützt über 90 Benachrichtigungsdienste. Die gängigsten für ein Heimnetz-Setup:

  • E-Mail (SMTP): Erfordert einen SMTP-Server (z. B. Gmail, Postfix oder ein Mailprovider-Konto). Trage Server, Port, Benutzername, Passwort und E-Mail-Adresse ein.
  • Telegram: Erstelle einen Bot über BotFather, kopiere das Bot-Token und die Chat-ID.
  • Discord: Erstelle einen Webhook in deinem Discord-Server und trage die Webhook-URL ein.

Nach dem Einrichten klicke auf Testbenachrichtigung senden. Wenn die Nachricht ankommt, funktioniert der Kanal. Weise den Kanal danach deinen Monitoren zu, damit Uptime Kuma bei Statusänderungen über diesen Weg benachrichtigt.

Falls du testen willst, ob die Ausfallmeldung korrekt funktioniert: Stoppe kurz einen Docker-Container in der UGOS-Pro-Docker-App und prüfe, ob Uptime Kuma den Ausfall erkennt und die Benachrichtigung auslöst. Starte den Container danach wieder.

FAQ zu Uptime Kuma auf dem UGREEN NAS

Läuft Uptime Kuma auf dem UGREEN DH2300?

Nein. Das DH2300 unterstützt Docker offiziell nicht. Uptime Kuma wird als Docker-Container installiert und setzt ein Modell mit Docker-Unterstützung voraus. Geeignet sind die DXP-Serie und das DH4300 Plus.

Muss Uptime Kuma aus dem Internet erreichbar sein?

Nein. Für die lokale Überwachung reicht der Zugriff im Heimnetz über http://NAS-IP:3001. Wenn du Uptime Kuma von außen nutzen möchtest, solltest du keine einfache Portfreigabe verwenden. Sicherer ist der Zugriff über ein VPN oder einen korrekt abgesicherten Reverse Proxy mit HTTPS. Einen Überblick über UGREENlink, DDNS und Tailscale findest du in der UGREEN-Anleitung zum NAS-Fernzugriff. Bei einem Reverse Proxy muss außerdem die WebSocket-Unterstützung korrekt konfiguriert sein.

Was passiert, wenn der Uptime-Kuma-Container gelöscht wird?

Wenn der Datenordner /volume1/docker/uptime-kuma/data persistent eingebunden und gesichert wurde, kannst du Monitore, Benachrichtigungskanäle, Statusseiten und Einstellungen wiederherstellen. Ohne diesen Ordner gehen diese Konfigurationen bei einer Neuerstellung des Containers verloren. Sichere deshalb den Datenordner zusammen mit der docker-compose.yml.

Fazit

Uptime Kuma ist auf einem Docker-fähigen UGREEN NAS schnell eingerichtet und eignet sich gut, um Websites, Weboberflächen, Ports und Netzwerkgeräte im Blick zu behalten. Es ersetzt nicht den Task Manager in UGOS Pro, sondern ergänzt ihn: Der Task Manager zeigt den Zustand des NAS selbst, Uptime Kuma prüft die Erreichbarkeit deiner Dienste.

Uptime Kuma passt besonders gut zu weiteren Docker-Diensten auf dem UGREEN NAS, etwa Nextcloud, Vaultwarden, Paperless-ngx, AdGuard Home, Pi-hole oder Portainer. Für den Fernzugriff solltest du die Weboberfläche nicht direkt per Portfreigabe veröffentlichen, sondern VPN oder einen sauber konfigurierten Reverse Proxy verwenden.

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