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DAS vs. NAS: Welche Speicherlösung passt zu dir?

DAS vs. NAS: Welche Speicherlösung passt zu dir?

05/02/2025

Ein DAS passt zu einem Arbeitsplatz, der möglichst direkt und mit geringer Latenz auf lokale Daten zugreifen soll. Ein NAS passt zu Daten, die unabhängig von einem einzelnen Computer verfügbar bleiben und von mehreren Geräten, Benutzern oder Anwendungen genutzt werden.

Geht es dir lediglich um die Entscheidung zwischen einer einzelnen USB-Festplatte und einem NAS für zu Hause, findest du die passende Kosten- und Kaufberatung in unserem Vergleich NAS oder externe Festplatte. Hier betrachten wir die technische Architektur hinter DAS und NAS – einschließlich Mehrschacht-DAS, Hardware-RAID, Thunderbolt und direkter Netzwerkverbindungen.

DAS VS NAS

DAS und NAS im direkten Vergleich

Kriterium DAS NAS
Verwaltung Angeschlossener Computer oder Gehäusecontroller Eigenständiges NAS-Betriebssystem
Verbindung USB, USB4, Thunderbolt oder SAS Ethernet, WLAN über das Netzwerk oder unterstütztes Thunderbolt-Networking
Dateisystem Wird vom Host-Computer eingebunden Wird vom NAS verwaltet; Clients greifen über SMB oder NFS zu
Verfügbarkeit Vom angeschlossenen Computer abhängig Unabhängig von einem Arbeitsplatzrechner
Mehrere Benutzer Nur über eine Freigabe des Host-Computers Eigenständige Benutzerkonten und Zugriffsrechte
RAID Bei geeigneten Gehäusen über Hardwarecontroller oder Host-Software Über den Speichermanager des NAS
Anwendungen Laufen auf dem Host-Computer Unterstützte Apps und Dienste laufen auf dem NAS
Typischer Einsatz Aktive Projekte, lokale Arbeitsdaten, portabler Speicher Gemeinsame Ordner, Archiv, Backups, Medienserver und private Cloud

Ein portables USB-Laufwerk ist damit nur eine Form von DAS. Auch Gehäuse mit mehreren HDDs oder SSDs gehören dazu, solange ein angeschlossener Computer beziehungsweise der Controller des Gehäuses die Speicherstruktur kontrolliert.

Beim DAS bleibt der Computer die zentrale Instanz

Ein DAS-Volume wird direkt auf dem Computer eingebunden. Der Computer liest das Dateisystem, führt Anwendungen aus und entscheidet, ob andere Geräte auf die Daten zugreifen dürfen.

Du kannst ein DAS unter Windows, macOS oder Linux als Netzwerkordner freigeben. Der Host-Computer wird dadurch zum Fileserver und muss eingeschaltet, verbunden und korrekt konfiguriert bleiben. Ein NAS stellt seine Ordner dagegen selbst bereit. Wie SMB, NFS und Benutzerrechte dabei zusammenspielen, erklären wir ausführlich im Beitrag Was ist ein Fileserver?.

Was ist ein Fileserver

Das Risiko eines Hardware-RAID-DAS

Ein Mehrschacht-DAS kann seine Laufwerke über einen integrierten Hardwarecontroller zu RAID 0, RAID 1 oder einem anderen Array verbinden. Die Metadaten und Anordnung des Arrays können dabei an den Controller des Gehäuses gebunden sein.

Fällt nur eine Festplatte aus, kann das RAID je nach Level weiterarbeiten. Fällt dagegen der Gehäusecontroller aus, reicht ein beliebiges neues USB-Gehäuse häufig nicht aus. Zur Wiederherstellung kann ein identischer oder kompatibler Controller erforderlich sein. Ist das Modell nicht mehr erhältlich, können gesunde Laufwerke trotzdem vorübergehend unlesbar bleiben.

Software-RAID auf dem Host reduziert diese Controller-Abhängigkeit, bindet das Array dafür an das Betriebssystem und die verwendete RAID-Software.

UGOS Pro verwaltet den Speicherpool eines NAS unabhängig von einem USB-Gehäusecontroller. Das bedeutet jedoch nicht, dass NAS-Laufwerke beliebig in jeden Computer oder jedes andere NAS eingesetzt werden können. Eine Migration oder Wiederherstellung muss mit einem kompatiblen UGREEN-Modell und dem dafür vorgesehenen Verfahren erfolgen.

UGOS Pro

Ist DAS schneller als NAS?

DAS besitzt für einen Computer normalerweise den kürzeren Datenpfad:

Laufwerk oder RAID → Gehäusecontroller → USB oder Thunderbolt → Host-Computer

Bei einem NAS durchlaufen die Daten zusätzliche Komponenten:

Laufwerke oder Speicherpool → UGOS Pro → SMB oder NFS → Netzwerkanschluss → Switch oder Direktverbindung → Client

Die langsamste Komponente bestimmt die tatsächliche Geschwindigkeit. Ein DAS ist deshalb nicht automatisch schneller als jedes NAS. Eine einzelne HDD in einem 20-Gbit/s-Gehäuse bleibt beispielsweise auf die Geschwindigkeit der HDD begrenzt. Ein NAS mit mehreren SSDs kann über 10 GbE schneller sein als ein DAS mit nur einer Festplatte.

Verbindung Theoretische Schnittstellenrate Realistische Übertragungsrate bei großen Dateien Wesentliche Begrenzung
USB 3.2 Gen 2 10 Gbit/s etwa 900–1.000 MB/s mit NVMe-SSD Laufwerk, USB-Bridge, Kabel und Host
USB 3.2 Gen 2×2 20 Gbit/s bis etwa 2.000 MB/s Host und Gehäuse müssen den 2×2-Modus unterstützen
USB4/Thunderbolt 4 40 Gbit/s je nach Gerät etwa 2.500–4.000 MB/s PCIe-Anbindung, Controller, Laufwerk und gemeinsam genutzte Bandbreite
1 GbE 125 MB/s etwa 100–115 MB/s Netzwerkport und Protokoll-Overhead
2,5 GbE 312,5 MB/s etwa 250–300 MB/s Client, Switch und NAS-Laufwerke
10 GbE mit vier HDDs in RAID 5 1.250 MB/s ungefähr 400–600 MB/s HDD-Array und Workload
10 GbE mit schnellem SSD-Pool 1.250 MB/s ungefähr 900–1.100 MB/s SSD-Pool, Client und Netzwerkprotokoll

Die Werte beziehen sich auf große sequenzielle Dateien unter günstigen Bedingungen. Viele kleine Dateien, Verschlüsselung, parallele Aufgaben oder ein fast gefüllter Speicherpool reduzieren den Durchsatz.

Unsere NeoDrive Go D709 nutzt USB 3.2 Gen 2×2 und erreicht an einem kompatiblen Windows-PC bis zu 2.000 MB/s. Die NeoDrive Go D710 verwendet USB4 und erreicht mit einem geeigneten Host bis zu 4.000 MB/s.

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Kann ein UGREEN NASync wie ein DAS angeschlossen werden?

Die USB-C-Ports unserer NASync-Modelle stellen den internen Speicherpool nicht als USB-Laufwerk bereit. Wenn du einen Computer per USB-C mit dem NAS verbindest, erscheinen die internen Laufwerke deshalb nicht im Windows-Explorer oder im macOS-Finder wie eine externe SSD.

Die USB- und USB-C-Anschlüsse des NAS dienen als Hostanschlüsse für externe Speichergeräte und unterstützte Peripherie. Das NAS kontrolliert diese Geräte, nicht der angeschlossene Computer.

Verbindung Was der Computer sieht Architektur
USB-C-Kabel zwischen Computer und NASync Kein internes NAS-Volume Nicht als DAS unterstützt
Ethernet-Direktverbindung Freigegebene Ordner über IP und SMB NAS
Unterstützte Thunderbolt-Direktverbindung Freigegebene Ordner über Thunderbolt-IP und SMB NAS
Externes USB-DAS am NAS Separates externes Speichergerät Bleibt außerhalb des internen Speicherpools

Auch eine direkte Ethernet-Verbindung ohne Switch macht das NAS nicht zum DAS. Computer und NAS kommunizieren weiterhin über IP-Adressen und ein Netzwerkprotokoll. Bei einem Modell mit mehreren Netzwerkanschlüssen kann ein Port für die direkte Verbindung zum Arbeitsplatz und ein weiterer für das übrige Netzwerk verwendet werden.

Thunderbolt-Direktverbindung mit einem UGREEN NAS

Das DXP480T Plus, das DXP6800 Pro und die DXP8800-Serie unterstützen ab UGOS Pro 1.2.0.2121 eine direkte Thunderbolt-Verbindung zu einem Mac oder Windows-PC. Beide Geräte müssen Thunderbolt 3 oder höher unterstützen und über ein geeignetes Thunderbolt-Kabel verbunden werden.

Nach dem Anschließen vergibt UGOS Pro eine eigene Thunderbolt-IP-Adresse. Du findest sie unter:

Systemsteuerung > Netzwerk > Netzwerkverbindung

Unter Windows lässt sich anschließend eine SMB-Freigabe über \\Thunderbolt-IP als Netzlaufwerk verbinden. Auf einem Mac wählst du im Finder Gehe zu > Mit Server verbinden und verwendest:

smb://Thunderbolt-IP

Alternativ ist der Zugriff über den UGREEN-NAS-Client, einen Browser oder Bonjour möglich.

Die Verbindung verwendet Thunderbolt als schnelle Netzwerkstrecke. Das NAS erscheint weiterhin als Server mit freigegebenen Ordnern – nicht als lokale Thunderbolt-SSD und nicht als Hardware-RAID-Volume. Geschwindigkeit und Latenz hängen daher vom Thunderbolt-Netzwerkstack des Betriebssystems, SMB, dem NAS-Speicherpool und dem Client ab.

Diese Architektur schließt die Lücke zwischen einer gewöhnlichen Netzwerkverbindung und einem lokalen DAS: Ein Arbeitsplatz erhält eine direkte Hochgeschwindigkeitsstrecke zum NAS, während UGOS Pro weiterhin den Speicherpool, die Benutzerrechte und die Anwendungen verwaltet.

Was Mac-Nutzer bei D709, D710 und Dateisystemen beachten müssen

Der D709 erreicht seine maximale Geschwindigkeit über USB 3.2 Gen 2×2 mit 20 Gbit/s. Aktuelle Macs unterstützen diesen 2×2-USB-Modus nicht. Dort wird der D709 normalerweise mit 10 Gbit/s angebunden und erreicht ungefähr 1.000 MB/s statt 2.000 MB/s.

Für einen Mac-basierten Video- oder Fotoworkflow ist der D710 deshalb die passendere Hochgeschwindigkeitslösung. Er verwendet USB4 und kann die schnellen USB4- beziehungsweise Thunderbolt-Anschlüsse eines Macs nutzen. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt weiterhin vom Mac-Modell, Kabel, Controller, Dateisystem und der jeweiligen Arbeitslast ab.

Auch das Dateisystem entscheidet darüber, wie eine Projektplatte eingesetzt werden kann:

  • APFS und HFS+: für macOS geeignet, werden von UGOS Pro an extern angeschlossenen USB-Laufwerken jedoch nicht erkannt.
  • exFAT: wird von macOS, Windows und UGOS Pro gelesen, besitzt aber kein Journaling.
  • NTFS: wird von UGOS Pro und Windows unterstützt; macOS kann NTFS ohne Zusatzsoftware normalerweise nur lesen.

Liegt dein Projekt auf einer APFS-formatierten SSD, kopierst du die Daten vom Mac über SMB auf das NAS. Wenn du dieselbe externe SSD physisch zwischen Mac, Windows-PC und NAS bewegen möchtest, ist exFAT kompatibler. Da exFAT kein Journaling besitzt, kann ein abgezogenes Kabel während eines Schreibvorgangs das Dateisystem beschädigen. Entferne das Laufwerk deshalb immer sicher und verwende es nicht als einzige Archivkopie.

Welche UGREEN-Architektur passt zu welchem Workflow?

Workflow Passende Lösung Verbindungs- und Speicherprinzip
Schnelle lokale Projekte an einem kompatiblen Windows-PC NeoDrive Go D709 USB 3.2 Gen 2×2, Computer kontrolliert das Dateisystem
Schnelle lokale Projekte am Mac oder USB4-PC NeoDrive Go D710 USB4, Computer kontrolliert das Dateisystem
Zentraler Speicher über 2,5 GbE DXP2800 UGOS Pro verwaltet den Speicherpool, Clients greifen über das Netzwerk zu
Gemeinsame große Medienprojekte über 10 GbE DXP4800 Plus NAS mit 10-GbE-Netzwerkzugriff; Geschwindigkeit hängt vom Speicherpool ab
Direkter Thunderbolt-Zugriff auf ein NAS DXP480T Plus, DXP6800 Pro oder DXP8800-Serie Thunderbolt-IP und SMB, kein lokales Blockgerät

Ein sauberer Produktionsworkflow trennt Arbeitsvolume, Archiv und Backup:

  1. Aktuelle Projekte liegen auf einer schnellen lokalen SSD. Am Mac bietet sich dafür eine USB4-Lösung wie der D710 an.
  2. Der Computer kopiert abgeschlossene oder zu sichernde Projekte über SMB auf das NAS. Eine APFS-Projektplatte muss dafür nicht am NAS angeschlossen werden.
  3. Das NAS stellt das Archiv weiteren Benutzern und Geräten bereit.
  4. Btrfs-Snapshots können frühere Dateistände auf dem NAS bewahren.
  5. Eine zusätzliche Kopie auf einem separaten Laufwerk oder an einem anderen Standort schützt vor dem Ausfall oder Verlust des gesamten Systems.

Die lokale SSD liefert geringe Latenz und hohe Geschwindigkeit für aktive Projekte. Das NAS übernimmt Berechtigungen, zentrale Verfügbarkeit und automatisierte Aufgaben. Die unabhängige Kopie bleibt notwendig, weil weder RAID noch Snapshots ein vollständiges Backup ersetzen.

Häufig gestellte Fragen zu DAS und NAS

Ist ein RAID-Gehäuse DAS oder NAS?

Ein über USB oder Thunderbolt an einen Computer angeschlossenes RAID-Gehäuse ist DAS. Der Gehäusecontroller oder der Host-Computer verwaltet das Array. Ein Gerät wird erst zum NAS, wenn es ein eigenes Betriebssystem besitzt und seine Dateien selbstständig über das Netzwerk bereitstellt. Das gewählte RAID-Level entscheidet nicht darüber, ob ein System DAS oder NAS ist.

Erscheint ein UGREEN NAS bei der Thunderbolt-Direktverbindung als lokales Laufwerk?

Nein. UGOS Pro vergibt eine Thunderbolt-IP-Adresse, über die du auf freigegebene Ordner zugreifst. Im Finder oder Windows-Explorer kann die SMB-Freigabe wie ein verbundenes Laufwerk erscheinen, technisch bleibt sie jedoch eine Netzwerkfreigabe. Das NAS verwaltet weiterhin Dateisystem, Speicherpool und Benutzerrechte.

Kann ich ein USB-DAS an ein UGREEN NAS anschließen?

Ja, sofern UGOS Pro das Dateisystem des externen Speichers unterstützt. Das USB-DAS erscheint als separates externes Gerät und kann zum Importieren, Exportieren oder Kopieren von Dateien verwendet werden. Seine Laufwerke werden dadurch nicht zu zusätzlichen internen Schächten und können nicht dem vorhandenen NAS-Speicherpool hinzugefügt werden.

Fazit: Entscheidend ist, welches System den Speicher kontrolliert

Wähle DAS, wenn ein einzelner Computer das Dateisystem und die Anwendungen kontrollieren soll, geringe Latenz benötigt wird oder der Speicher transportabel bleiben muss.

Wähle NAS, wenn der Speicher unabhängig von einem Arbeitsplatzrechner verfügbar bleiben, Benutzerrechte selbst verwalten oder Anwendungen und zentrale Aufgaben ausführen soll.

Eine Thunderbolt-Direktverbindung macht ein unterstütztes UGREEN NAS schneller erreichbar, ändert aber nicht seine Architektur: Das NAS bleibt ein eigenständiger Server und stellt Ordner über eine eigene IP-Adresse bereit.

Vergleiche die technischen Daten unserer UGREEN-NAS-Modelle oder entdecke alle NAS-Speicher.

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