Fotos speichern: Cloud, Festplatte oder NAS?
Eine externe Festplatte reicht, wenn du deine Fotos überwiegend an einem Computer verwaltest. Ein Cloud-Fotodienst eignet sich für den bequemen Zugriff auf Handyfotos über mehrere Geräte. Ein UGREEN NAS empfehlen wir, wenn du Bilder von Smartphones und Computern zentral sammeln, sie wie in der Cloud durchsuchen und deinen Fotospeicher trotzdem selbst betreiben möchtest.

Welcher Fotospeicher passt zu deinem Alltag?
Eine große Sammlung an einem einzelnen Rechner braucht eine andere Lösung als Familienfotos von mehreren Smartphones.
| Dein Fotoalltag | Unsere Empfehlung | Entscheidende Grenze |
|---|---|---|
| Fotos am Computer sammeln | Externe HDD | Neue Bilder regelmäßig übernehmen |
| Bilder unterwegs bearbeiten | Externe SSD | Kein zentraler Familienzugriff |
| Handyfotos auf mehreren Geräten nutzen | Cloud-Fotodienst | Speichergrenze und Kontobindung |
| Fotos mehrerer Geräte zentral verwalten | UGREEN NAS | Einrichtung und laufende Pflege |
Die externe Festplatte ist der einfachste Einstieg. Cloud und NAS werden interessant, sobald du Fotos nicht mehr nur an einem angeschlossenen Rechner nutzen möchtest.
Wann eine externe Festplatte oder die Cloud ausreicht
Externe Festplatte für die Sammlung am Computer
Überträgst du Kamerafotos nach dem Urlaub auf deinen Computer und sortierst sie dort, ist eine externe HDD ein sinnvoller Fotospeicher. Du legst die Originale in Ordnern ab und verwendest eine zweite Festplatte für die Sicherung. Dafür brauchst du weder ein NAS noch ein Abo.
Eine externe SSD empfehlen wir, wenn du direkt auf dem Laufwerk arbeitest oder es mitnimmst. Sie hat keine beweglichen Teile und kopiert große Bildbestände schneller. Für ein Archiv, das du nur gelegentlich öffnest, zählt dieser Vorteil wenig.
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Die Grenze liegt im Alltag: Neue Smartphone-Fotos landen erst auf der Platte, wenn du sie überträgst. Andere Familienmitglieder kommen nicht an die Bilder, solange das Laufwerk an deinem Notebook hängt. Diese Unterschiede behandelt unser Vergleich NAS oder externe Festplatte.
Cloud für den bequemen Zugriff auf Handyfotos
Entstehen deine Fotos hauptsächlich mit dem Smartphone, bietet ein Cloud-Fotodienst einen einfachen Weg zur geräteübergreifenden Sammlung:
- iCloud Fotos passt zu einem Haushalt mit iPhone, iPad und Mac. Die Mediathek wird zwischen den Geräten synchronisiert.
- Google Fotos eignet sich für gemischte Geräte. Die kostenlosen 15 GB teilen sich Google Fotos, Google Drive und Gmail. Für unveränderte Bildqualität wählst du „Originalqualität".
- Amazon Photos ist für Prime-Mitglieder interessant: unbegrenzter Speicher für Fotos in voller Auflösung, für Videos sind 5 GB enthalten.
iCloud+ mit 2 TB kostet in Deutschland 9,99 € im Monat, also 119,88 € im Jahr. Apple: iCloud±Tarife Den ausführlichen Kostenvergleich findest du in NAS oder Cloud-Speicher.
Preisstand: 14. Oktober 2026.
Wichtig ist das Verhalten beim Löschen. Bei iCloud Fotos verschwindet ein auf einem Gerät gelöschtes Bild auch aus iCloud und von allen anderen Geräten. Willst du nur Platz auf dem iPhone schaffen, verwende „iPhone-Speicher optimieren", statt Bilder aus der Mediathek zu löschen.
Ein Cloud-Abo kann deshalb die passende Hauptlösung sein. Willst du Fotos aus mehreren Quellen zu Hause zusammenführen und den Speicher über eigene Laufwerke erweitern, lohnt sich ein NAS.
Wann sich ein UGREEN NAS für deine Fotos lohnt
Fotos sammeln und lokal wiederfinden
Auf den Handys liegen Alltagsfotos, auf dem Notebook die Kamerabilder. Mit unserem NAS führst du diese Bestände an einem Ort zusammen, der auch erreichbar bleibt, wenn das Notebook aus ist.
Die UGREEN NAS App überträgt neue Handyfotos nach der Einrichtung automatisch. Auf dem NAS verwaltest du die Bilder in der App Fotos. Lege pro Person ein eigenes Benutzerkonto an und teile gezielt Familienalben, statt allen dasselbe Konto und damit Zugriff auf die gesamte Sammlung zu geben.
Auch das Wiederfinden gehört zur Speicherentscheidung: Das DH2300 bietet Gesichtserkennung, eine Einordnung nach Personen, Orten und Objekten sowie Texterkennung in Bildern. Seine NPU mit 6 TOPS unterstützt die KI-Fotoerkennung im Gerät. Die Fotos-App hilft außerdem, ähnliche und doppelte Aufnahmen zu finden.
Wenn du eine Google-Fotos-Alternative für deine eigene Fotosammlung suchst, sind genau diese Funktionen relevant. Du kannst Bilder anhand ihres Inhalts finden, ohne vorher jede Datei umzubenennen. Die Erkennungsmodelle werden in den KI-Einstellungen aktiviert; eine neu importierte Sammlung muss zunächst verarbeitet werden.
DH2300 oder DH4300 Plus?
Für Fotoablage, automatische Handyübertragung und Familienalben empfehlen wir das UGREEN NASync DH2300. Es besitzt zwei SATA-Laufwerksschächte und einen 1-GbE-Anschluss. Zwei 8-TB-Festplatten ergeben in RAID 1 rechnerisch 7.3 TB Kapazität vor System- und Dateisystemreserve. Beide Schächte sind dann belegt.
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Das UGREEN NASync DH4300 Plus empfehlen wir, wenn deine Sammlung stark wächst. Es hat vier SATA-Schächte und einen 2,5-GbE-Anschluss. Du startest mit zwei Platten in RAID 1. Wird der Platz knapp, setzt du eine dritte Platte ein und wandelst den Pool in UGOS Pro in RAID 5 um, ohne ihn neu anzulegen. Die neue Platte muss mindestens so groß sein wie die kleinste vorhandene. Aus 2 × 8 TB mit 8 TB Nutzkapazität werden so 3 × 8 TB mit 16 TB.
Zum Preisstand vom 14. Oktober 2026 kostet das DH2300 im deutschen Shop 209,99 €, das DH4300 Plus 399,99 €, jeweils als Aktionspreis ohne Festplatten. Laufwerke, zusätzliche Sicherung und Strom kommen hinzu. Für die lokale Fotoablage brauchst du kein Speicherabo.
Für zusätzliche Anwendungen oder anspruchsvollere Bearbeitung führt unser Modellvergleich für zuhause weiter. Für Familienfotos ist vor allem wichtig, dass die Sammlung samt Wachstum auf die geplanten Laufwerke passt.
Hast du dich für ein NAS entschieden, liegen deine bisherigen Fotos meist noch in der Cloud.
Bestehende Fotos aus der Cloud auf das NAS übertragen
Die automatische Handyübertragung erfasst nicht von selbst deine gesamte bisherige Cloud-Sammlung. Übernimm vorhandene Fotos deshalb einmal vollständig, bevor du die laufende Sicherung einrichtest.
Google Fotos mit Takeout exportieren
Wähle im Google-Datenexport nur „Google Fotos“ aus und erstelle ein Exportarchiv. Lade sämtliche Archivteile herunter, entpacke sie und kopiere die enthaltenen Fotos und Videos auf das NAS.
Bewahre auch die JSON-Begleitdateien auf. Eingebettete Aufnahmedaten bleiben in den Originaldateien erhalten; zusätzliche Informationen aus Google Fotos können jedoch separat in JSON-Dateien liegen. Ein geändertes Dateidatum im Explorer bedeutet deshalb nicht zwingend, dass das ursprüngliche Aufnahmedatum verloren ist. Das bloße Mitkopieren der JSON-Dateien garantiert allerdings nicht, dass eine andere Foto-App diese Zusatzinformationen übernimmt.
iCloud-Originale über den Mac übernehmen
Öffne am Mac Fotos > Einstellungen > iCloud und aktiviere „Originale auf diesen Mac laden“. Warte, bis die Originale vollständig vorhanden sind. Dafür braucht der Mac ausreichend freien Speicher.
Markiere anschließend die Bilder und wähle Ablage > Exportieren > Unbearbeitetes Original exportieren. Kopiere den Exportordner auf das NAS. Wenn du bearbeitete Fassungen behalten möchtest, exportiere diese zusätzlich.
Verknüpfe den Zielordner anschließend in unserer App „Fotos“ unter Einstellungen > Ordnerbereich mit der Mediathek. Für künftig neu aufgenommene Bilder folgt die Einrichtung der automatischen iPhone-Fotosicherung.
Fotos sicher aufbewahren: frühere Stände und eine unabhängige Kopie
Nach dem Zusammenführen wird das NAS zum Mittelpunkt deiner Sammlung. Zwei Schutzmaßnahmen erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben.
Snapshots gegen versehentliche Änderungen
Liegt dein Fotoordner auf einem Btrfs-Volume, kannst du mit der Snapshot-App frühere Ordnerzustände aufbewahren. Für eine regelmäßig ergänzte Familienmediathek empfehlen wir als Ausgangspunkt tägliche Snapshots mit 30 Tagen Aufbewahrung.
Damit steht ein früherer Stand zur Verfügung, wenn du Bilder versehentlich löschst oder überschreibst. Voraussetzung ist, dass der betreffende Snapshot vor der Änderung erstellt wurde und noch vorhanden ist. Snapshots benötigen zusätzlichen Speicher und bleiben auf demselben NAS.
Eine direkt lesbare USB-Kopie anlegen
Für eine unabhängige Zweitkopie empfehlen wir eine separate USB-Festplatte mit normalen Fotodateien. RAID und Snapshots ersetzen diese Kopie nicht, etwa bei Diebstahl oder einem Schaden am gesamten Gerät.
- Hauptkopie erstellen: USB-Festplatte anschließen, in UGOS „Dateien“ öffnen und die Fotoordner mit „Kopieren nach“ auf das externe Laufwerk übertragen.
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Neue Bilder ergänzen: Danach nur neue Importe hinzufügen, beispielsweise im Monatsordner
2026-10. Bereits bearbeitete Bilder zusätzlich als neue Fassungen ablegen, statt frühere Dateien unbemerkt zu überschreiben. - Erinnerung setzen: Einen wiederkehrenden Kalendertermin eintragen, etwa jeden Sonntag, und nach größeren Importen sofort kopieren. Nicht jede Woche die gesamte Sammlung in einen neuen Ordner duplizieren.
- Laufwerk trennen: Nach Abschluss sicher auswerfen und getrennt aufbewahren. Eine weitere Kopie außerhalb der Wohnung schützt zusätzlich vor gemeinsamen Schäden durch Feuer oder Diebstahl.
Für eine USB-Platte, die Windows und macOS lesen und beschreiben sollen, eignet sich exFAT. Eine bereits belegte Platte darfst du dafür erst formatieren, nachdem ihre vorhandenen Daten anderweitig gesichert sind.
Wichtig: „Sichern & Wiederherstellen“ kann .ubk-Sicherungspakete erzeugen. Diese werden über Sync & Backup auf einem UGREEN NAS wiederhergestellt und sind keine direkt durchsuchbaren Fotoordner. Für die hier empfohlene, unabhängig lesbare Kopie verwendest du „Dateien“.
Entferne die bisherigen Originale erst, wenn die Übertragung vollständig ist und die zusätzliche Kopie vorliegt.
Fazit: Wähle den Speicher und richte die zweite Kopie ein
Für Familienfotos ist das DH2300 unser Einstieg, das DH4300 Plus bietet zusätzliche Laufwerksschächte. Übernimm zuerst die bestehende Sammlung, richte die laufende Fotoübertragung ein und lege die unabhängige Kopie an, bevor du alte Speicherorte aufräumst.