NAS-Apps für UGREEN: Die 7 besten Apps für UGOS
Für Backups nutzt du Sync & Backup und, wenn Daten verschlüsselt das Haus verlassen sollen, Duplicati. Fotos verwaltest du mit der Fotos-App, Filme mit Jellyfin. Nextcloud ergänzt Kalender, Kontakte und gemeinsame Dokumente. Uptime Kuma überwacht deine Dienste, und wg-easy baut einen eigenen WireGuard-Zugang ins Heimnetz.
| Aufgabe | App | Installation |
|---|---|---|
| NAS-Daten sichern | Sync & Backup | Nativ / App Center |
| Verschlüsselt extern sichern | Duplicati | Docker |
| Handyfotos sichern und ordnen | Fotos | Nativ |
| Filme und Serien streamen | Jellyfin | App Center (Docker) |
| Kalender, Kontakte, Dokumente | Nextcloud | Docker |
| Dienste überwachen | Uptime Kuma | Docker |
| Eigener VPN-Zugang | wg-easy | Docker |

Native App, App Center oder Docker?
UGOS kennt drei Wege, Software zu nutzen bevor du eine Anwendung auswählst, musst du ihren Installationsweg kennen. Davon hängt ab, ob sie auf deinem NAS-Modell läuft und wie viel Wartung sie verursacht.
Native Apps wie Dateien, Fotos und Sync & Backup gehören zu UGOS. Wir stimmen sie auf das System ab und aktualisieren sie mit.
Das App Center installiert weitere Anwendungen mit wenigen Klicks. Einige davon sind vorbereitete Container; du erkennst sie am Hinweis „Zugehörige Apps". Sie brauchen Docker, auch wenn du sie über das App Center installierst. Jellyfin gehört dazu.
Docker-Container richtest du selbst ein. Dann bist du für Architektur, Speicherpfade, Ports, Rechte und Updates verantwortlich.
| UGREEN NAS | Was läuft | Grenze |
|---|---|---|
| DH2300 | Native Apps | Kein Docker, keine VMs, also auch kein Jellyfin |
| DH4300 Plus | Native Apps und Docker | Keine x86-Images, keine VMs |
| DXP-Serie | Native Apps, Docker, VMs | Leistung und Transcoding je nach Prozessor |
Das DH2300 unterstützt kein Docker. Jellyfin, Nextcloud, Uptime Kuma, Duplicati und wg-easy stehen dort deshalb nicht als regulärer Container-Workflow zur Verfügung.
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Ein x86-Image startet auf dem ARM-Prozessor des DH4300 Plus nicht. Prüfe vor der Installation auf Docker Hub oder GitHub, ob das Projekt ein linux/arm64-Image anbietet.
Welche App du auch wählst, zuerst müssen die Daten gesichert sein, die sie später erzeugt.
Backups zuerst: Sync & Backup und Duplicati
Diese Daten solltest du sichern, bevor du weitere Anwendungen produktiv verwendest.
1. Sync & Backup für die meisten Sicherungsaufgaben
Sync & Backup ist für UGREEN NAS-Nutzer der erste Weg zu automatisierten Sicherungen. Die App kann Daten beispielsweise auf ein anderes NAS, einen weiteren Speicherpool, einen WebDAV-Server oder ein angeschlossenes USB-Laufwerk übertragen.

Dabei musst du Synchronisierung und Sicherung unterscheiden:
- Eine Synchronisierung gleicht Dateien zwischen zwei Speicherorten ab. Löschungen oder unerwünschte Änderungen können ebenfalls übertragen werden.
- Eine Sicherung bewahrt eine zusätzliche Kopie mit einem eigenen Zeitplan und einer festgelegten Aufbewahrung auf.
Öffne Sync & Backup > Sichern & Wiederherstellen und lege Quelle, Ziel, Zeitplan und Aufbewahrung fest. Stelle anschließend testweise eine Datei wieder her. Ein erfolgreich abgeschlossener Auftrag sagt nur, dass Daten übertragen wurden. Erst die Wiederherstellung zeigt, ob dein Backup verwendbar ist.
Bei den entsprechenden UGOS-Pro-Sicherungsaufträgen entstehen .ubk-Backup-Pakete. Die darin enthaltenen Fotos, Dokumente und Videos lassen sich auf einem Computer nicht wie gewöhnliche Dateien öffnen. Für die Wiederherstellung benötigst du UGOS.
Soll eine USB-Festplatte auch ohne NAS direkt lesbar bleiben, erstelle stattdessen eine Dateikopie oder geeignete Synchronisierungsaufgabe. Dann bleiben die ursprünglichen Dateiformate auf dem Laufwerk erhalten.
2. Duplicati für clientseitig verschlüsselte Cloud-Backups
Duplicati ist keine UGREEN-App, sondern ein Docker-Container, und es löst eine Aufgabe, die Sync & Backup anders angeht: uplicati verschlüsselt die Sicherungsdaten clientseitig, bevor sie das NAS verlassen. mit AES-256, bevor sie das NAS verlässt. Der Cloud-Anbieter speichert nur verschlüsselte Blöcke. Ziele sind unter anderem Backblaze B2, Amazon S3, OneDrive, WebDAV und SFTP. Das entspricht der Empfehlung des BSI, vertrauliche Daten vor dem Hochladen zu verschlüsseln.
Für den Container brauchst du:
- einen nur für die benötigten Quelldaten freigegebenen Ordner
- einen persistenten Ordner für Konfiguration und lokale Datenbank
- die Zugangsdaten des externen Ziels
- eine sicher verwahrte Passphrase
- einen getesteten Wiederherstellungsweg
Duplicati verwendet eine lokale SQLite-Datenbank, um Sicherungen und Wiederherstellungen effizient zu verwalten. Fehlt diese Datenbank oder ist sie beschädigt, kann sie aus dem externen Backup rekonstruiert werden. Bei mehreren Terabyte kann dieser Vorgang jedoch lange dauern. Für sehr große Sicherungsbestände solltest du deshalb auch Restic oder Kopia prüfen.
Duplicati ist eine Ergänzung für besondere Backup-Ziele und Verschlüsselungsanforderungen. Für einfache USB- oder NAS-Sicherungen bleibt Sync & Backup der kürzere und leichter wartbare Weg.
Fotos und Medien sinnvoll trennen
Sind die Daten geschützt, kannst du entscheiden, wie du sie verwenden möchtest. Die Fotos-App und Jellyfin greifen auf dieselben Speicherpools zu, lösen aber verschiedene Aufgaben: die eine sichert und ordnet Aufnahmen, die andere streamt Filme auf den Fernseher.
3. Fotos für Smartphone-Aufnahmen und private Alben
Unsere Fotos-App sichert Smartphone-Aufnahmen auf dein NAS und organisiert sie in einer privaten Mediathek. Dafür brauchst du keinen Docker-Container.
Installiere die UGREEN NAS-App auf deinem Smartphone, aktiviere die Fotosicherung und kontrolliere nach dem ersten Lauf mehrere Originaldateien auf dem NAS. Lösche Fotos erst vom Telefon oder aus iCloud, wenn du die NAS-Kopie geprüft und zusätzlich gesichert hast.
Bevor du Fotos vom Telefon oder aus iCloud löschst, öffne mehrere Originale direkt vom NAS. Ist auf dem iPhone „iPhone-Speicher optimieren" aktiv, liegen nicht alle Originale auf dem Gerät. Die ganze Einrichtung inklusive Prüfung steht in der Anleitung iPhone-Fotos automatisch auf UGREEN NAS sichern.
4. Jellyfin für Filme, Serien und Musik
Jellyfin installierst du über das App Center. Die dort angebotene Anwendung wird als Docker-Container bereitgestellt und läuft deshalb nicht auf dem DH2300.

Nach der Installation weist du Jellyfin nur die benötigten Medienordner zu. Für die Leistung ist entscheidend, ob das Wiedergabegerät die Datei direkt abspielen kann:
- Direct Play: Jellyfin überträgt die vorhandene Datei ohne Umwandlung.
- Transcoding: Das NAS wandelt Video oder Audio während der Wiedergabe um.
Auf dem DH4300 Plus kannst du in Jellyfin unter Dashboard > Wiedergabe > Transkodierung > Hardwarebeschleunigung die Option Rockchip MPP (RKMPP) verwenden. Damit greift Jellyfin bei unterstützten Formaten auf die Video-Engine des RK3588C zu.
Intel-Modelle wie das DXP2800 oder DXP4800 Plus können Intel Quick Sync verwenden. Das ist besonders hilfreich, wenn inkompatible 4K-Dateien für Fernseher, Browser oder Mobilgeräte umgewandelt werden müssen.
Die vollständigen Schritte findest du in unserer Anleitung zu Jellyfin auf einem UGREEN NAS. Wenn du ein größeres Client-Ökosystem oder Plex-Pass-Funktionen bevorzugst, kannst du stattdessen Plex auf dem UGREEN NAS installieren.
Nextcloud lohnt sich nur bei zusätzlichen Cloud-Funktionen
5. Nextcloud für Kalender, Kontakte und gemeinsame Dokumente
Für das Speichern, Teilen und Abrufen von Dateien brauchst du Nextcloud nicht. Die Dateien-App, Benutzerrechte und UGREENlink decken diese Aufgaben bereits ab. Nextcloud lohnt sich, wenn du zusätzlich willst:
- Kalender und Kontakte auf allen Geräten synchronisieren
- Dokumente gemeinsam im Browser bearbeiten, mit OnlyOffice oder Collabora
- externe Nutzer und Freigabelinks zentral verwalten
Nextcloud besteht aus drei Teilen: Anwendung, Datenbank und Datenordner. Eine Sicherung muss alle drei erfassen. Ein kopierter Datenordner ohne passende Datenbank ist keine Nextcloud-Sicherung. Plane außerdem Zeit für Updates ein; Nextcloud ist ein eigener Dienst, den du pflegst.
Die vollständige Einrichtung mit Ports, Pfaden und Datenbank-Container ist in unserer Nextcloud-Anleitung für UGREEN NAS beschrieben, die durch die Docker-Einrichtung führt.
Mit Jellyfin oder Nextcloud betreibst du eigene Netzwerkdienste. Damit entstehen zwei neue Fragen: Ist der Dienst erreichbar, und wie greifst du von unterwegs sicher darauf zu?
Dienste überwachen und sicher erreichen
6. Uptime Kuma überwacht Dienste, nicht den Speicherpool
Uptime Kuma fragt in festen Abständen, ob eine Website, ein Container oder ein Port antwortet, und meldet sich bei einem Ausfall per E-Mail, Telegram oder Push. Das ist nützlich, sobald du Jellyfin, Nextcloud oder einen eigenen Webdienst betreibst.
RAID-Zustand, S.M.A.R.T.-Werte und Laufwerkstemperaturen kennt Uptime Kuma nicht. Die überwachst du weiter in UGOS, im Speicher und über die Systembenachrichtigungen.
Läuft Uptime Kuma auf demselben NAS wie der überwachte Dienst, fällt bei einem Stromausfall beides gleichzeitig aus, und niemand meldet es. Für wichtige Dienste gehört die Prüfung auf ein zweites Gerät, zum Beispiel einen Raspberry Pi, oder zu einem externen Monitoring-Dienst.
Die Einrichtung, persistenten Speicherpfade und Benachrichtigungen beschreibt unsere Docker-Anleitung für Uptime Kuma.
7. wg-easy für einen selbst verwalteten WireGuard-Zugang
UGREENlink ist für die Nutzer der einfachste Fernzugriff. Es benötigt weder eine öffentliche IP-Adresse noch eine manuelle Portweiterleitung.
wg-easy passt zu dir, wenn du stattdessen einen eigenen WireGuard-Zugang zum gesamten Heimnetz verwalten möchtest. Dafür brauchst du ein Docker-fähiges UGREEN NAS und einen Internetanschluss, über den dein WireGuard-Server erreichbar ist.
Prüfe vorher deinen Anschluss. Viele Kabelanschlüsse und einige Glasfasertarife in Deutschland laufen über DS-Lite oder CGNAT und haben keine eigene öffentliche IPv4-Adresse. Dann erreicht eine WireGuard-Portfreigabe von außen niemanden. Ob dein Anschluss betroffen ist, siehst du im Router: Steht dort eine IPv4-Adresse aus dem Bereich 100.64.0.0 bis 100.127.255.255 oder gar keine, hast du CGNAT oder DS-Lite. In diesem Fall nimm Tailscale; es baut die Verbindung ohne Portfreigabe auf.
Für viele Kabel- und Glasfaseranschlüsse ist Tailscale der einfachere selbst verwaltete Weg. Unsere Anleitung vergleicht UGREENlink, DDNS und Tailscale für den NAS-Fernzugriff.
Verwende für wg-easy ein festes Image der Hauptversion 15. In Version 15 legst du Benutzername und Passwort im Einrichtungsdialog an. Bei einer unbeaufsichtigten Erstkonfiguration können INIT_USERNAME und INIT_PASSWORD verwendet werden; entferne diese Variablen anschließend aus der Container-Konfiguration. PASSWORD_HASH gehört zur Konfiguration von Version 14 und sollte nicht ungeprüft in eine v15-Installation übernommen werden. Prüfe die Variablen vor der Installation in der aktuellen wg-easy-Projektdokumentation.
Leite nur den benötigten WireGuard-Port weiter, veröffentliche die Verwaltungsoberfläche nicht direkt im Internet und sichere den persistenten Konfigurationsordner mit den privaten Schlüsseln und Clientprofilen.
Weitere Docker-Anleitungen für dein UGREEN NAS
Neben den sieben Kernanwendungen kannst du dein NAS für weitere klar abgegrenzte Aufgaben einsetzen:
- Pi-hole auf UGREEN NAS filtert Werbe- und Tracking-Domains für Geräte im Heimnetz.
- Immich auf UGREEN NAS bietet eine selbst gehostete Foto- und Videoverwaltung mit Smartphone-Upload.
- Navidrome auf dem NAS stellt eine eigene Musikbibliothek für Web- und Mobil-Clients bereit.
- Plex und Jellyfin im Vergleich hilft dir, den passenden Medienserver auszuwählen.
Installiere einen dieser Dienste nur, wenn er eine konkrete Aufgabe übernimmt. Mehr Container bedeuten nicht mehr Leistung.
Wie viele Apps verträgt dein UGREEN NAS?
Nicht die Zahl der Apps belastet das NAS, sondern was sie tun. Ein Uptime-Kuma-Container braucht kaum Leistung. Nextcloud mit Datenbank, ein 4K-Transcoding in Jellyfin und ein laufendes Backup zur selben Zeit fordern CPU, RAM, Netzwerk und Laufwerke gleichzeitig.
Für einen stabilen Betrieb gelten diese Regeln:
- Kontrolliere CPU- und RAM-Auslastung im Task-Manager.
- Lege Container, Datenbanken und Vorschaubilder auf einem SSD-Speicherpool ab, wenn dein Modell dies unterstützt.
- Große Medienbibliotheken können auf dem HDD-Pool bleiben.
- Sichere persistente Containerordner und Konfigurationsdateien.
- Aktualisiere Anwendungen einzeln und kontrolliere danach ihre Funktion.
- Stoppe oder entferne Container, die du nicht mehr verwendest.
Docker-Container wecken die Festplatten, sobald sie auf einen Ordner im HDD-Pool zugreifen, auch wenn der Container selbst auf der SSD liegt. Typische Auslöser sind Datenbanken, Protokolle und Medienindizierung.
Für native Apps reicht das DH2300. Für x86-Container, VMs und Quick-Sync-Transcoding ist das DXP2800 mit 8 GB die Einstiegsklasse.
Häufig gestellte Fragen zur UGREEN NAS-App
Unterstützt jedes UGREEN NAS Docker?
Nein. Das DH2300 unterstützt kein Docker. Das DH4300 Plus führt ARM64-Container aus. Die DXP-Modelle führen x86-Container und virtuelle Maschinen aus.
Kann ich TrueNAS oder OpenMediaVault als App installieren?
Nein. TrueNAS und OpenMediaVault sind eigenständige NAS-Betriebssysteme und keine Apps für UGOS. Funktionen wie SMB, NFS, Benutzerkonten, Freigabeordner, Docker und Speicherverwaltung sind bereits in UGOS vorhanden.
Können Docker-Apps mein NAS verlangsamen oder den Festplatten-Ruhezustand verhindern?
Ja. Container benötigen CPU, RAM und Speicherzugriffe. Datenbanken, Protokolle, Medienindizes und Hintergrundaufgaben können außerdem regelmäßig auf den HDD-Pool zugreifen. Prüfe die Auslastung im Task-Manager und kontrolliere, welche Ordner in den Container eingebunden sind.
Fazit
Starte mit den nativen Apps: Sync & Backup schützt deine Daten, Fotos ordnet deine Aufnahmen, Jellyfin macht das NAS zum Medienserver. Duplicati, Nextcloud, Uptime Kuma und wg-easy lösen speziellere Aufgaben und bringen eigenen Wartungsaufwand mit.
Prüfe vor jedem Container die Prozessorarchitektur, die persistenten Speicherpfade und den vorgesehenen Fernzugriff. Das DH2300 bleibt bei nativen UGOS-Pro-Apps. Das DH4300 Plus eignet sich für ARM64-Container, während die DXP-Serie die größte Auswahl an Docker-Anwendungen und virtuellen Maschinen bietet.
Alle Modelle findest du in der UGREEN-NAS-Übersicht.